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Introvierete Musik
von seismografischer Sensibilität hat Henri Dutilleux mit
seinem Celloconzert "Tout un monde lointain
"
(1960-1970) geschaffen, eine hochkomlexe Partitur, die in der
Stille und der Reflexion wurzelt; zugrunde liegen den fünf
Sätzen Gedichte Baudelaires. Der abschliessenden "Hymne"
etwa gab Dutilleux die Worte bei: "Garde tes songes: 'Les
sages n'en ont pas d'aussi beaux que les fous!"
Es galt, Pia Segerstams intellektuelle Souveränität
zu bewundern, die Noblesse und die ausgefeilte Virtuosität
ihres Spiels auf einem kostbaren Instrument, ihre emotionale
Offenheit bei konzentrierter äusserer Haltung und die bruchlose
Übreinstimmung mit dem Orchester, dessen Mitglieder
den kammermusikalischen Charakter in vielerlei Brechungen zur
Wirkung brachten.
Der Bund, 20.11.1999
Thürmer-Saal: Ungewöhnliches
Konzert zum 50. Todesjahr von Nikos Skalkottas
..In den Werken für Cello und Klavier zog das Spiel
von Pia Segerstam, die sämtliche dieser Werke auf CD eingespielt
hat, die Zuhörer regelrecht in einen musikalischen Bann.
Besonders "Kleine Serenade" und "Bolero"
erklangen in grosser musikalischer Dichte und Intensität.
Westdeutche Allgemeine Zeitung 10. Dezember
1999
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